Hinweis

Nachhaltige Selbstorganisation

Das Coachingverständnis des systemisch-konstruktivistischen Einzel- und Teamcoachs im Management (SKETM) basiert auf der festen Grundüberzeugung, dass jeder Mensch im Rahmen seiner Potenziale über eine Selbstbefähigung verfügt - aber auch das grundsätzliche Recht auf Selbstbefähigung besitzt.

Selbstbefähigung meint, dass jeder Mensch mittels seines freien Willens, seiner Ausbildung, seiner vielfältigen Erfahrungen und identifizierter Lernzuwächse, seine Zukunft selbst gestalten kann.

Für sein zukünftiges kompetentes Handeln in für ihn attraktiven Situationen (Kontexten) bedient der Mensch sich eigener und fremder Ressourcen. Dieses kompetente Handeln gilt auch in weniger attraktiven Kontexten - strebt doch der Mensch  durch seine Entscheidungen positive Folgen seiner zukünftigen Handlungen für sich an. Es geht, wie es uns die Neurowissenschaften lehren, um das individuelle psychobiologische Wohlbefinden.

Die Theorie vom Selbstorganisierten Coaching (Hamburger Schule) will mit ihren Ansprüchen und Festlegungen im systemisch-konstruktivistischen Coachingprozess  im Sinne dieser Selbstbefähigung erreichen, dass ...

  1. das aktuelle Veränderungsthema des Coachee im Coachingprozess gelöst wird und
  2. der Coachee während seines Coachings den Prozess in seinen Grundzügen und Wirksamkeitserwartungen lernt, um sich dann in Variationen seines Themas in zukünftigen Kontexten selbst erfolgreich zu coachen.

Die Idee der nachhaltigen Selbstorganisation ist, dass der Coachee in seinem Coaching lernt, seine Selbstbefähigung durch ein methodisches Vorgehen - der Prozess - in zukünftigen Situationen selbst auslösen zu können.

Es gibt vielfältige Begriffe in diesem Zusammenhang: selbstständiger Mitarbeiter, eigenverantwortliche Führungskraft, souveräne Geschäftsleitung, autarke Niederlassung oder autonome Geschäftseinheit. In den Begriffen, die zumindest umgangssprachlich oft als Synonyme verwand werden, steckt der Anspruch oder die Idee der Freiheit: die Freiheit zur eigenverantwortlichen Entscheidung.

Wer sich mit Coaching beschäftigt, wird sehr schnell merken, dass die Entscheidungsfähigkeit und die Entscheidungswilligkeit im Mittelpunkt der Selbstbefähigung stehen.

Entscheidungsfähigkeit braucht Grundlagen des Wissens und Könnens. Im Sinne des in dieser Ausbildung verwendeten Kompetenzmodells, sind es fachlich-methodische, sozio-kommunikative und Feldkompetenzen.  Im Sinne der Entscheidungswilligkeit sind es die individuellen Motive, Werte und Intelligenzen, die nach bestmöglicher Befriedigung streben.

Mit der nachhaltigen Selbstorganisation ist für Coachee und Unternehmen der zentrale Nutzen durch Coaching entstanden: die Unabhängigkeit vom Coach.